Sommersonnenwende

vom 12.06.2020

 

Die Sommersonnenwende, die in der Nacht vom 20. auf den 21. Juni begangen wird, ist der längste Tag des Jahres. Es ist ein Fest des Lichtes und des Feuers. 


Ihr gegenüber steht die Wintersonnenwende (der kürzeste Tag) am 21. Dezember. Genau dazwischen liegen die beiden Tag- und Nachtgleichen im Frühling und im Herbst. 

Im Gegensatz zur Wintersonnenwende, wird die Sommersonnenwende oft vergessen, oder nur gering bedacht. Im Winter sind wir, insofern wir nicht noch mit letzten hektischen Weihnachtsbesorgungen beschäftigt sind, mehr in der Einkehr und in uns ruhend. 


Das Sommersonnenwendfest wurde sehr ausgelassen, nahezu ekstatisch gefeiert. War die Wintersonnenwende mit der Sorge vor der bevorstehenden, kalten Jahreszeit verbunden, so war dieses Fest ein Fest der puren Freude. Die Menschen mussten sich nicht sorgen. Die Natur brachte die ersten Früchte hervor und alles stand in heller Pracht. Es herrschte Fülle und Überfluss. 

 

Die alte Bräuche der Sommersonnenwende 

Die Menschen tanzen um die Flammen und sprangen über sie hinweg. Das soll Glück bringen und vor Unheil schützen. Gefeiert und getanzt wurde sehr ausschweifend und bis in die Morgendämmerung hinein. 

Neigten sich die Feste dem Ende entgegen, so nahmen die Menschen ein glühendes Scheit aus dem Feuer und trugen ihn nach Hause. Mit diesem Holzscheit wurde das eigene Heim gesegnet und er sollte vor Unheil bewahren. 

Heilkräuter spielen bei allen Jahreskreisfesten eine wichtige Rolle. Um die Sommersonnenwende herum sind die Säfte und Heilwirkungen der Kräuter besonders hoch und stark in den Pflanzen vorhanden. 
 

Wie kann man in der heutigen Zeit die Sommersonnenwende begehen? 

 

Da große Feiern wegen Corona nach wie vor verboten sind, kannst du dir dennoch ein kleines Feuer in deinem Garten machen. 

An dieser Stelle der Hinweis: Achtet auf mögliche Tiere im Holzstapel. Idealerweise das Holz erst kurz vor dem Entzünden aufschichten. Bitte achte darauf, dass das Feuer sich nicht ungewollt ausbreiten kann. Du kannst auch eine Feuerschale verwenden. Bitte lasse das Feuer niemals unbeaufsichtigt. 

Ein weiterer Brauch der Mittsommernacht, ist das Binden der Kränze. Sammle Kräuter und Blumen und binde diese zu wunderschönen und dekorativen Kränzen. 

Kulinarisch bietet es sich an, Gerichte mit Hollunderblüten zuzubereiten. 

Man kann Holunderblüten im Bierteig ausbacken oder wie wäre es mit einer schmackhaften Holunderlimonade? 

Übergieße die Dolden einfach mit Wasser, füge ein paar Zitronenscheiben hinzu und süße nach Belieben mit etwas Honig nach. Lasse das Ganze mindestens 24 Stunden ziehen, eher du die Kräuter abseihst. 

Im Sommer und vor allem in der Sonnenwendnacht zeigen sich dem ein oder anderen Menschen die Elementarwesen, da die Schleier an diesem Tag besonders dünn sind. 

Literarisch behandelt wird dieses Thema auch in William Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“. 

Danke den Elementarwesen und behandle sie stets mit Respekt. Du kannst ihnen am Sonnenwendtag Nahrungsmittel herauslegen (nach möglichst naturbelassene Lebensmittel und nicht irgendetwas mit viel Chemie und künstlichen Aromen). 

Elementarwesen nähren sich energetisch an den geschenkten Lebensmitteln. Bitte wirf die Überbleibsel nach ein paar Tagen fort. Verwende sie auf keinen Fall nicht einmal für dich oder deine Tiere (diese fressen sie vermutlich sowieso nicht), sollten Sie noch genießbar sein. Nichts finden Elementare widerlicher, als Menschen, die ihre Essensreste verspeisen. 

 Räucherungen bereichern jegliche rituellen Handlungen. 

Räuchervorschläge für die Sommersonnenwende: 

  •  Johanniskraut 
  • Rose
  • Lavendel 
  • Beifuss (sehr stark, Vorsicht bei der Dosierung)
  • Sandelholz

 

Räucherst du, so kannst du die Energien auch gleich für einen Blick in die Zukunft nutzen. Welche Methode du wählst, sei dir überlassen. 

Habe ein wundervolles Sommersonnenwendfest!